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Stimmen zum Buch:
Dariusz Muszer wollte wohl nicht warten, bis einer der erlauchten deutschen Verlage sich seiner Gedichte annahm. Und so brachte er sie kurzerhand selbst heraus. Und es lohnt sich meiner Meinung nach, einmal hineinzuschauen in diesen Band mit teils in deutsch geschriebenen, teils aus dem polnischen übersetzten Gedichten. Gedanken über Menschen, Zeiten und Dinge, die geschehen, kann Dariusz Muszer noch in Verse fassen, wo andere sich sprachlos selber suchen oder ins lyrische Nirwana abtauchen.
MOORGEISTER
In meinem alten Land gibt es auch schlafende Moore
wo Menschen, die spurlos verschwanden, warten, bis zwei tausend Jahre vergangen.
Mit einer Kugel im Schädel, mit einem Knebel im Mund – Stricke waren immer zu teuer
Die Namen kehren nicht in die Spalten der Gedichte zurück keiner erinnert sich an sie, obwohl alle ihrer gedenken,
Wenn dereinst eine neue Welt wird und Archäologen arbeiten
werden sie auf jene stoßen, die im Moor schlafen, und versuchen vielleicht, ihre Knochen
und unsere Welt zusammenzulegen. Vielleicht werden sie sich gar nicht wundern,
daß in meinem merkwürdigen Land so viele Geheimnisse Geheimnisse werden.
Sein „merkwürdiges“ Land befand sich einmal in Polen, vielleicht ist aber auch schon Deutschland damit gemeint, wo er seit 1988 lebt. (…) In seiner „polnischen Zeit“ veröffentlichte er drei Gedichtbände, hier hört man hoffentlich noch einiges mehr von seiner erdigen Sprache mit dem teils humorvollen teils sarkastischen Unterton. DIE BRÜCKE
Gewöhnliches betonte der ausstrahlungsstarke Muszer mit gleichbleibend schleppender Eintönigkeit. In wohldosierten Pausen bereitet er seine Zuhörer auf das folgende Drama vor. Die klare, tiefe Stimme verwandelte er dann in eine Heiserkeit, die schneller agierte und den Sinn oder das Ergebnis der entscheidenden Situation intensivierte. Dariusz Muszer erzählt eindrucksvoll von Menschen, die in modernem Sinn etwas verloren haben. Weiter lesen SCHAUMBURGER WOCHENBLATT
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